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Die Stimme

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Grundlagen des Singens

 

Wie kann ich singen lernen?

Natürlich braucht es für eine professionelle Gesangsausbildung einen Gesangslehrer und idealerweise auch noch ein musikalisches Studium. Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Sie den eigenen Gesang verbessern können. Schauen wir doch einmal gemeinsam und vielleicht steht am Ende des Artikels ja doch die Aussage: Ich kann singen!

  • Es ist enorm hilfreich, in einem Chor mitzusingen.
    Hierbei geht es weniger um die professionelle Ausbildung, als um das häufige Auseinandersetzen mit der eigenen Stimme. So können wir nicht nur die Passagen unserer Lieblingslieder üben, sondern auch neue Rhythmen und Stimmungen ausprobieren. Außerdem kann uns ein guter Chorleiter hilfreiche Tipps zum eigenen Gesang geben.
     
  • Versuchen Sie einmal, sich beim Singen ein Ohr zuzuhalten,
    denn so hören Sie die eigene Stimme um ein Vielfaches klarer und deutlicher. Das kann Ihnen dabei helfen, die eigenen gesanglichen Fähigkeiten besser zu beurteilen und die Stimme zu trainieren. Wer sich schon einmal selbst aufgenommen hat, weiß, dass wir uns selbst nämlich ganz anders hören.
     
  • Es ist sehr hilfreich, wenn Sie ein Instrument spielen.
    Mal unabhängig davon, dass das natürlich eine gewisse Musikalität voraussetzt, können wir so viel deutlicher die einzelnen Noten voneinander unterscheiden. So kann es sehr hilfreich sein, einfach einmal die Tonleiter mitzusingen. Sollten Sie kein eigenes Instrument besitzen oder gar spielen können, finden Sie im Internet genügend musikalische Beispiele für die
    Tonleiter. Singen Sie dabei einfach mit!
     
  • Es hilft, wenn wir einfach jede Menge singen.
    Zwar werden wir so keine professionelle Gesangskarriere einschlagen, doch Übung macht den Meister… oder aber in jedem Fall besser: Singen Sie mit! Singen Sie Radiosongs mit, trällern Sie beim Duschen und versuchen Sie es einfach.
     
  • Viele Menschen, die versuchen, zu singen, trauen sich einfach nicht.
    Die eigene Stimme wirkt um ein Vielfaches schöner und besser, wenn wir aus voller Brust singen. Hierbei gehört natürlich auch eine Portion Mut dazu, doch das Ergebnis kann sich meistens auch bei Laien sehen und hören lassen. Doch verwechseln Sie Power nicht mit Schreien.

     

Grundlagen der Notenlehre

Musiknoten lesen

v Die Grundlagen  v Takt oder Zeit  v Rhythmus  v Melodie  v Kreuze, B's, Natürliche Noten und Schlüssel  v Dynamik und Ausdruck  v Fortgeschrittene  v Vorzeichentabelle

Erstellt durch Tim Moritz, Chris Hadley

Musiknoten sind eine Sprache, die sich seit Tausenden von Jahren entwickelt hat, und auch die Musik, die wir heute lesen, gibt es seit über 300 Jahren. Musik-Notation ist die Darstellung von Klang als Symbole, von einfacher Notation für Tonhöhe, Länge und Timing zu fortgeschritteneren Beschreibungen von Ausdruck, Timbre und sogar Spezialeffekten. Dieser Artikel zeigt dir die Grundlagen des Musiklesens, einige fortgeschrittenere Methoden, und schlägt dir vor, wie man mehr über das Thema lernen kann.

Vorgehensweise

Methode 1 von 8: Die Grundlagen


1. Beherrsche die Notenlinien wirklich.
Bevor du Musik lernen kannst, musst du den Ort begreifen, auf dem buchstäblich alle Musik gespielt wird: die Notenlinie. Diese ist die grundlegendste und einfachste aller musikalischen Symbole, und die Grundlage für alles Folgende.

  • Die Notenlinien sind eine Anordnung von fünf parallelen Linien und Zwischenräumen zwischen ihnen. Sowohl Linien als auch Zwischenräume werden zu Bezugszwecken nummeriert und werden immer von unten nach oben gezählt:


     

2. Beginne mit dem Violinschlüssel.
Eines der ersten Dinge, die du finden musst, wenn du Musik liest, ist der Schlüssel. Dieses Zeichen ist die Legende, die dir in etwa sagt, in welchem Bereich dein Instrument spielen soll. Alle Instrumente und Stimmen in den höheren Bereichen verwenden den Violinschlüssel als Grundlage, und in dieser Einführung in das Notenlesen konzentrieren wir uns in unseren Beispielen vor allem auf diesen Schlüssel.

  • Der Violin- oder G Schlüssel leitet sich von einem ornamentalen lateinischen Buchstaben G ab. Wenn Noten im G-Schlüssel in die Notenlinien eingefügt werden, haben diese die folgenden Werte:
     


     

  • Die fünf Linien stellen von unten nach oben die folgenden Noten dar: E G B D F.
     

  • Die vier Zwischenräume stellen von unten nach oben die folgenden Noten dar: F A C E.
     

  • Es scheint evtl. viel zu sein, was man sich merken muss, aber wenn du Eselsbrücken- oder Worthinweise – verwendest, kannst du sie dir evtl. leichter merken. Für die Linien ist Standard  Eine Gans Hat Dünne Füße , und für die Zwischenräume Fritz Aß Citronen-Eis  .
    Das sollte ziemlich einfach sein.

3. Verstehe den Bassschlüssel.
Der Bassschlüssel, auch als F Schlüssel bezeichnet, wird für Instrumente in den unteren Oktaven verwendet, wie auch die linke Hand des Klaveiers, oder Bassgitarre, Trombone, etc.

  • Der Name F Schlüssel stammt ursprünglich vom gotischen Buchstaben F, und die beiden Punkte darüber und darunter auf den Notenlinien. Die Notenlinien stellen im F-Schlüssel andere Noten dar als im Violinschlüssel.
     

  • Die fünf Linien stellen von unten nach oben diese Noten dar: G B D F A (Gustav Hat Den Frack An).
     

  • Die vier Zwischenräume stellen von unten nach oben diese Noten dar: A C E G (Alle Clowns Essen Gemüse)

4. Lerne die Teile einer Note kennen. Einzelne Notensymbole sind eine Kombination aus bis zu drei Grundelementen: Der Notenkopf, der Hals und die Fähnchen.

  • Der Notenkopf. Dies ist die ovale Form, die entweder offen (weiß) oder gefüllt (schwarz) ist. Im Grunde sagt er dem Musizierenden, welche Note er auf seinem Instrument spielen soll


     

  • Der Hals. Dies ist die dünne vertikale Linie, die mit dem Fähnchen verbunden ist. Wenn der hals nach oben zeigt, setzt er rechts am Notenkopf an. Zeigt er nach unten, setzt er links am Notenkopf an. Die Richtung des Halses wirkt sich nicht auf die Note aus, macht aber die Notation besser lesbar und weniger verworren.
     


     

  • Die allgemeine Regel für die Richtung des Halses ist, dass er auf oder über der mittleren Notenlinie nach unten zeigt, und bei Noten, die unterhalb der Mitte liegen, nach oben.
     

  • Das Fähnchen. Dies ist die gekrümmte Linie, die am Ende des Halses ansetzt. Unabhängig davon, ob der Hals links oder rechts mit dem Notenkopf verbunden ist, wird das Fähnchen immer rechts vom Hals und niemals links davon gezeichnet.


     

  • Zusammenfassend zeigen Note, Hals und Fähnchen dem Musizierenden den Zeitwert jeder vorhandenen Note, gemessen in Schlägen oder Bruchteilen von Schlägen. Wenn du dir Musik anhörst, und dabei mit dem Fuß im Takt wippst, erkennst du diese Schläge.
     


Methode 2 von 8: Takt oder Zeit

1. Lerne das Timing, oder den Takt kennen.
Man kann sich den Takt allgemein als den Puls, den Herzschlag der Musik vorstellen. Du fühlst ihn instinktiv, wenn du dir Dance- oder Popmusik anhörst.

  • In der Musiknotation wird ein Taktschlag als etwas wie ein Bruch angegeben. Wie in jedem Bruch gibt es einen Nenner und einen Zähler. Der Zähler wird in die beiden oberen Zwischenräume der Notenlinien geschrieben und gibt an, wie viele Schläge es in einem Takt gibt. Der Nenner gibt den Notenwert an, den ein Schlag erhält (der Puls, zu dem du mit dem Fuß wippst). Das sieht so aus:
     

    Time signature.jpg
     

  • Wenn der Zähler verändert wird, ändert sich die Anzahl von Schlägen in einem Takt. Eine weitere sehr verbreitete Taktangabe ist ¾. Wenn du an einen Walzer und seinen durchgehenden 1-2-3 1-2-3 Takt denkst, hast du einen ¾ Takt. Dieser wird so notiert:

    Time sig 3 4 time.jpg



Methode 3 von 8: Rhythmus

1. Komme in den Groove.
Ähnlich wie Takt und Zeit bezieht sich der Rhythmus auf Akzente und darauf, wie sich die Musik anfühlt. Während der Takt dir jedoch einfach die Anzahl der Schläge angibt, zeigt der Rhythmus, wie diese Schläge verwendet werden. Versuche folgendes: tippe mit deinen Fingern auf den Tisch und zähle 1-2-3-4 1-2-3-4, durchgehend. Nicht sehr interessant, stimmts? Nun versuche dies: auf schlag 1 und 3 tippe lauter und tippe leiser auf Schlag 2 und 4. Das fühlt sich anders an! Nun versuche das Gegenteil: auf 2 und 4 laut, und leise auf 1 und 3 zu tippen. Höre dir Regina Spektor
Don't Leave Me an. Du kannst den Rhythmus deutlich hören: die leisere Bassnote auf Schlag 1 und 3, und einen lauten Schlag und Snare auf Schlag 2 und 4. Jetzt bekommst du einen Sinn dafür, wie Musik organisiert wird. Das ist es, was man Rhythmus nennt!

        Quarter notes.jpg

2.
Stell dir vor, wie du gehst.
Jeder Schritt ist ein Schlag. Diese werden musikalisch durch Viertelnoten dargestellt, da in westlicher Musik (d.h. Musik der westlichen Welt, nicht der Musik von Hank Williams!), es oft vier solche Schläge in einem Takt gibt. Dein Gangrhythmus sieht musikalisch so aus:

  • Jeder Schritt ist eine Viertelnote. Du kannst das beim Gehen auch abzählen: "1, 2, 3, 4-1, 2, 3, 4"
     
  • Wenn du deine Geschwindigkeit auf die Hälfte reduzieren würdest, dann würdest du nur alle zwei Schläge einen Schritt machen, also auf der 1 und der 3, dies würde mit halben Noten geschrieben werden (für einen halben Takt).
     
    Half notes.jpg
     

  • Wenn du noch langsamer gehen würdest, so dass du nur alle vier Schläge einen Schritt machen würdest, dann würde man dies als eine ganze Note schreiben – oder eine Note pro Takt.

    Whole notes.jpg

3. Geh wieder schneller!
Genug mit diesem langsamer werden. Wie du festgestellt hast, als wir die Noten langsamer gemacht haben, haben wir begonnen, Teile der Note wegzulassen. Zuerst haben wir den vollen Notenkopf weggelassen, dann den Hals. Nun sehen wir uns an, was passiert, wenn man schneller wird. Hierfür müssen wir der Note etwas hinzufügen.

  • Gehe wieder in deiner normalen Geschwindigkeit und stelle dir dies bildlich vor (es kann helfen, mit dem Fuß im takt zu wippen). Jetzt stelle dir vor, dass dein Bus gerade vorgefahren ist, und du bist noch einen Häuserblock weit weg. Was tust du? Du rennst! Und beim Rennen versuchst du, dem Busfahrer zu winken.
     

  • Um Musiknoten schneller zu machen, fügen wir ein Fähnchen hinzu. Jedes Fähnchen halbiert den Zeitwert der Note. Eine Achtelnote ist z.B. ½ des Wertes einer Viertelnote, und eine 16tel Note ist ½ des Wertes einer Achtelnote. Was das Gehen angeht, wird aus dem Gehen (Viertelnote) ein Rennen (8tel Note)- doppelt so schnell wie das Gehen, und dann ein Spring (16tel Note) – doppelt so schnell wie das Rennen. Wenn man sich jeden Schritt beim Gehen als Viertelnote vorstellt, tippe dieses Beispiel:
     
    Skitched 20120926 175315.jpg

4. Die Balken. Wie du im obigen Beispiel siehst, kann es ein wenig verwirrend werden, wenn mehrere solche Noten auf einer Seite stehen. Deine Augen verlieren die Orientierung, und du weißt nicht mehr, wo du warst. Um Noten zu kleinen Paketen zusammenzufassen, die optisch einen Sinn ergeben, verwenden wir Balken.

  • Grob gesagt, ersetzen Balken einzelne Notenfähnchen mit dicken Linien, die zwischen den Notenhälsen gezogen werden. Diese sind logisch zu Gruppen zusammengefasst, und wenn komplexere Musik auch komplexere Balkenregeln erfordert, sehen wir uns allgemein Balken in Gruppen von vier Noten an. Vergleiche dieses Beispiel unten mit dem Beispiel weiter oben. Versuche noch einmal, den Rhythmus zu tippen, und du siehst, wieviel klarer die Notation durch Balken wird:
     
    Beamed notes.jpg

5. Lerne die Werte von Punkten und Strichen kennen.
So wie ein Fähnchen einen Notenwert halbiert, hat ein Punkt eine ähnliche – jedoch umgekehrte - Funktion. Mit wenigen Ausnahmen, die wir hier nicht ansprechen werden, steht ein Punkt immer rechts vom Notenkopf. Wenn du eine Note mit einem Punkt siehst, wird diese Note um die Hälfte ihres ursprünglichen Wertes verlängert.

  • Ein Punkt nach einer halben Note entspricht zum Beispiel der halben Note plus einer Viertelnote. Ein Punkt nach einer Viertelnote entspricht der Viertelnote plus einer halben Note.
     
    The dot.jpg
     

  • Striche sind ähnlich wie Punkte – sie dehnen den ursprünglichen Notenwert aus. Ein Strich sind einfach zwei durch eine geschwungene Linie miteinander verbundene Punkte zwischen den Notenköpfen. Im Unterschied zu Punkten, die abstrakt sind und vollkommen auf dem ursprünglichen Notenwert basieren, sind Striche eindeutig: die Note wird exakt um den Wert der zweiten Note verlängert.
     

  • Ein Grund, warum man einen Strich statt eines Punktes verwendet, ist zum Beispiel wenn die Dauer einer Note musikalisch nicht in den Takt passen würde. In diesem Fall fügt man die übrige Dauer einfach im Nächsten Takt als Note ein und verbindet die beiden mit einem Strich.
     
    The tie.jpg
     

  • Beachte, dass ein Strich von einem Notenkopf zum nächsten gezeichnet wird, normalerweise in entgegengesetzter Richtung zum Hals.

6. Mache eine Pause.
Manche halten Musik nur für eine Serie von Noten, und sie haben halbwegs recht. Musik ist eine Serie an Noten, und die Leerräume dazwischen. Diese Leerräume werden Pausen genannt, und auch wenn sie still sind, können sie Musik emotionaler und lebendiger machen. Sehen wir uns an, wie man sie schreibt.

  • Wie bei Noten gibt es spezielle Symbole für die jeweilige Dauer. Eine Pause von einer ganzen Note ist ein Rechteck von der 4. Linie nach unten, und eine Pause von einer halben Note ist ein Rechteck auf der 3. Linie. Die Viertel-Pause ist eine geschwungene Linie, und die restlichen Pausen sind ein gewinkelter Balken mit der gleichen Anzahl Fähnchen wie der äquivalente Notenwert. Diese Fähnchen zeigen immer nach links.

    Notes and rests 1.jpg

     


 

Methode 4 von 8: Melodie

1. Wir haben jetzt die Basis:
die Notenlinien, die teile einer Note und die Grundlagen der Notation von Notenlänge und Pausen. Wenn du dies alles verstanden hast, gehen wir zum interessanten Teil über: das lesen von Musik!

2.  Lerne die C-Dur Tonleiter.
Die C-Dur Tonleiter ist die Grundtonleiter in westlicher Musik. Wenn du diese in deinen Hirnzellen verankert hast, folgt der Rest automatisch.

  • Als erstes zeigen wir dir, wie es aussieht, dann zeigen wir dir, wie du es sinnvoll liest, und beginnst, die Musik zu lesen! So sieht es auf den Notenlinien aus:


     

  • Wenn du dir die erste Note anschaust, das tiefe C, siehst du, dass es in Wirklichkeit unterhalb der Notenlinien liegt. Wenn das passiert, fügen wir für nur diese Note einfach eine Notenlinie hinzu also die kleine Linie durch den Notenkopf. Je tiefer die Note, desto mehr Notenlinien fügen wir hinzu. Aber das muss uns jetzt noch nicht interessieren.
     

  • Die C-Dur Tonleiter besteht aus acht Noten. Diese entsprechen den weißen Tasten auf dem Klavier:


     

  • Ob du ein Klavier zur Hand hast oder nicht, ist es an diesem Punkt wichtig für dich, eine Idee davon z bekommen, wie Musik klingt, nicht nur, wie sie aussieht.

3. Lerne ein wenig vom Blatt zu singen, oder "Solfège."
Das klingt vielleicht abschreckend, aber wahrscheinlich kannst du es sowieso schon: es ist eine schickere Art, Do,Re,Mi zu sagen.

  • Indem du lernst, die Noten, die du siehst, zu singen, beginnst, du die Fähigkeit des optischen Lesens zu entwickeln – eine Fähigkeit, deren Perfektionierung ein Leben lang dauern kann, aber die von Anfang an sinnvoll ist. Betrachten wir noch einmal die C-Dur Tonleiter mit hinzu genommener Solfège Skala:

  • Wahrscheinlich kennst du den Song Do-Re-Mi von Rogers und Hammerstein aus The Sound of Music. Wenn du die Do Re MI Skala singen kannst, tu das, während du auf die Noten schaust. Wenn du es auffrischen möchtest, kannst du den Song auf YouTube hören.
     

  • Hier eine etwas fortgeschrittenere Version, die sich auf der C-Dur Tonleiter mit den Solfège Noten auf und ab bewegt:


     

  • Übe Solfège zu singen – Teil II – bis du darin sicher wirst. Die ersten paar Male solltest du sehr langsam lesen, so dass du jede Note beim Singen anschauen kannst. Die nächsten paar Male ersetze do re mi mit C,D,E. Das Ziel ist es, die wirklichen Noten zu singen.
     

  • Denke an die Notenwerte von vorhin: das hohe C am Ende der ersten Linie und das tiefe C am Ende der zweiten Linie sind halbe Noten, während der Rest der Noten Viertelnoten sind. Wenn du dir wieder vorstellst, das du gehst, ist jeder Schritt wieder eine Note. Die halben Noten dauern zwei Schritte.
     


Methode 5 von 8: Kreuze, B's, Natürliche Noten und Schlüssel

1. Mache den nächsten Schritt.
Bisher haben wir uns mit sehr einfachen Rhythmen und Melodien beschäftigt, und du solltest jetzt die Grundfähigkeiten haben, um zu verstehen, was all diese Punkte und Striche bedeuten. Wenn du damit auch durch einen Anfänger-Flötenkurs kommen magst, gibt es noch ein paar mehr Dinge, die du wissen solltest. Das Wichtigste dabei sind die Vorzeichen.

  • Du hast wahrscheinlich schon Kreuze und B's in Noten gesehen: ein Kreuz sieht wie eine raute aus (♯) , und ein B wie ein kleines B (♭). Sie werden links neben den Notenkopf geschrieben und geben an, dass die folgende Note einen halben ton höher (bei einem Kreuz) oder einen halben Ton tiefer (bei einem B) gespielt wird. Wir haben gelernt, dass die C-Dur Tonleiter aus den weißen Tasten eines Klaviers besteht. Die Kreuze und B's sind die schwarzen Tasten. Da C-Dur weder Kreuze noch B's hat, schreibt man es so:

2. Ganze Töne und Halbtöne.
In der westlichen Musik sind Noten entweder einen Ganzton oder einen Halbton voneinander entfernt. Wenn du dir die Note C auf dem Klavier anschaust, siehst du, das zwischen dem C und der nächst höheren Note, dem D, eine schwarze Taste liegt. Die musikalische Distanz zwischen dem C und dem D nennt man einen Ganzton. Die Distanz zwischen C und der schwarzen Taste nennt man einen Halbton. Jetzt fragst du dich sicher, wie der Halbton heißt. Die Antwort ist es kommt darauf an.

  • Eine Faustregel ist, dass wenn du die Tonleiter nach oben gehst, dieser Ton die erhöhte Version der Anfangsnote ist. Wenn du die Tonleiter nach unten gehst, ist der Ton die verminderte Note der Ausgangsnote. Wenn du also von C nach D gehst, würde die schwarze Taste mit einem Kreuz geschrieben, und zwar so:

  • In diesem Fall wird der schwarze Ton geschrieben als C#. Wenn du auf der Tonleiter nach unten gehst, also von D nach D, und die schwarze Note als Übergangston zwischen ihnen verwendest, schreibt man die schwarze Note so:

  • Solche Vereinbarungen machen Noten etwas leichter lesbar. Wenn du diese drei Noten aufsteigend schreiben würdest, und ein Db statt einem C# verwendest, sähe die Notation so aus:

  • Beachte, dass es noch ein neues Zeichen gibt, die Aufhebung. Wann immer du ein Aufhebungszeichen siehst (), bedeutet dass, das die Note ohne Kreuz oder b gespielt wird. IN diesem Beispiel sind die zweite und dritte Note beide D: die erste ist ein Db, daher muss beim zweiten D, da es einen Halbton vom ersten Db entfernt liegt, die Note korrigiert werden, um den richtigen ton anzugeben. Je mehr Kreuze und Bs in einem Notenblatt vorhanden sind, desto mehr muss ein Musiker aufnehmen, bevor er es spielen kann.

3. Verstehe Vorzeichen.
Bisher haben wir die C-Dur Tonleiter betrachtet acht Noten, alle auf den weißen Tasten, begonnend mit C. Du kannst eine Tonleiter jedoch bei jeder Note beginnen. Wenn du jedoch nur die weißen Noten spielst, spielst du keine Dur-Tonleiter mehr, sondern eine sogenannte Modaltonleiter, welche den Rahmen dieses Artikels sprengt.

  • Der Ausgangston, oder Tonika ist auch der Name des Vorzeichens. Du hast sicher schon jemanden sagen hören Das ist in C. Das bedeutet, dass die Grundtonleiter bei C beginnt, und die Noten C D E F G A B C enthält. Die Noten in einer Dur-Tonleiter haben eine ganz bestimmte Beziehung zueinander. Sieh dir diese Tastatur an:


     

  • Beachte, dass zwischen den meisten Noten ein Ganztonschritt liegt. Es gibt jedoch nur einen Halbtonschritt zwischen E und F sowie zwischen B und C. Jede Durtonleiter hat das gleiche Verhältnis: ganz-ganz-halb-ganz-ganz-ganz-halb. Wenn du deine Tonleiter z.B. bei G beginnst, könnte man sie so schreiben:

  • Beachte das F# oben. Um das richtige Verhältnis beizubehalten, muss das F einen Halbton erhöht werden, so das es einen halben, keinen ganzen, Ton vom G entfernt liegt. Das ist recht leicht lesbar, aber was, wenn man eine Durtonleiter in C# beginnt? Dann sieht es so aus:  

  • Jetzt wird es langsam kompliziert! Um die Noten weniger verwirrend und einfacher lesbar zu machen, hat man Vorzeichen eingeführt. Jede Durtonleiter hat einen speziellen Satz an Kreuzen oder B's, die am Anfang der Noten dargestellt sind. Wenn wir uns noch einmal den G Schlüssel anschauen, stellen wir fest, dass dieser ein Kreuz besitzt—F#. Statt dieses Kreuz neben das F in den Notenlinien zu schreiben, setzen wir es ganz nach links, was soviel heißt, wie dass von diesem Punkt an jedes F, das du siehst als F# gespielt wird. Das sieht so aus:

  • Dies klingt genau wie die G-Dur Tonleiter ohne Vorzeichen oben und wird genauso gespielt. Siehe den Abschnitt Vorzeichen weiter unten für eine volle Liste der Vorzeichen.
     

 

 

An dieser Stelle geht es bald weiter ...

 


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Stand: 23.01.17