DIE STIMME
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Die Stimme - extrem besonders ...

... seine Stimme optimal zu nutzen und zu trainieren hat sehr viel damit zu tun, ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen und zu wissen, wie die Stimme überhaupt funktioniert. Warum kann jemand hoch singen? Weil er oder sie den Hals besonders lang machen kann, oder liegt es doch an etwas anderem?

Bis wir unsere Stimme zu Gehör bringen, ist ein sehr komplizierter Mechanismus im Gang: Es ist ein Zusammenspiel zwischen Atmung und Kehlkopf, zwischen Mund- und Rachenraum.

Die Stimmlippen am Kehlkopf in der Luftröhre erzeugen den Klang. Mehrere 100 Mal pro Sekunde treffen die Lippen, die umgangssprachlich Stimmbänder genannt werden, aufeinander. Feinste Muskeln und Stellknorpel helfen, die Stimmlippen zu spannen und zu entspannen. Die Luft strömt durch die Stimmritze zwischen den Stimmlippen und lässt uns so flüstern, hauchen oder mit ordentlichem Luftdruck auch schreien.

Je gespannter die Stimmlippen sind, desto höher ist der Ton. Doch nicht nur die Spannung der Lippen ist für die Tonhöhe verantwortlich. Je länger die Stimmlippen sind, desto tiefer klingt der Ton. Daher haben auch Männer tiefere Stimmen als Frauen. Ihr Kehlkopf, der so genannte Adamsapfel, ist bei ihnen größer. 

Im Rachen- und Mundraum entstehen schließlich die Laute. Wir bewegen die Zunge, formen die Lippen. Aber auch Gaumen, die Stellung der Zähne und eine verschnupfte Nase haben Einfluss darauf, wie wir klingen.

Quelle: WAZ
Maren Schürmann


Ursprung der Stimme

Die Körperpartien, die wesentlichen Einfluss auf deine Stimme und deine gesanglichen Fähigkeiten haben, sind

  •  das Zwerchfell
  •  die Lunge
  •  der Kehlkopf
  •  die Stimmbänder (auch Stimmlippen genannt) und
  •  der Rachen-, Mund- und Nasenraum.

Der Ursprung der Stimme sind die Stimmbänder. Durch sie können wir die Luft, die zwischen ihnen hindurchströmt zum Schwingen bringen. Ungefähr genau so wie eine Gitarrensaite. Die Lunge ist dabei natürlich erst einmal dafür zuständig, die notwendige Luft zu liefern. Sie ist aber auch ein Resonanzkörper für unsere Stimme. Genauso wie der Mund-, Nasen- und Rachenraum. Durch die ganz individuelle Form von diesen Resonanzräumen entsteht deine individuelle, einzigartige Stimme.

Das Zwerchfell ist der größte Muskel, den wir haben und trennt den Bauch- von dem Brustraum. Immer wenn wir "in den Bauch" einatmen, spannen wir es an, d.h. es wölbt sich nach unten in den Bauchraum. Die Lunge reagiert daraufhin wie ein Schwamm, den man eben noch zusammengedrückt ins Wasser gehalten hat: sie saugt sich voll. Nur eben mit Luft. Umgekehrt bestimmt die Bewegung auch, wann und wie viel Luft von der Lunge abgegeben wird. Ein wichtiger Sachverhalt, den du dir unbedingt merken solltest!

Quelle: Aus Studie zur Stimmwirkung von Dr. Marita Pabst-Weinschenk


Die Entwicklung der Stimme

Sind im Kindesalter die Stimmen von Mädchen und Jungen noch ähnlich, zeigen sich mit der Pubertät deutliche, teilweise krächzende Unterschiede. Die Stimme von Jungs sinkt um ca. eine ganze Oktave, die von Mädchen nur um ca. 3 Ganztöne. Der Grund hierfür liegt in den länger werdenden Stimmbändern. Auch die Masse nimmt zu. Diese Veränderungen sind bei Jungs viel stärker als bei Mädchen. Fazit: je länger und "dicker" die Stimmbänder, desto tiefer die Stimme. Je kürzer die Stimmbänder, desto schneller können sie schwingen und somit auch höhere Töne erzeugen.

 

 


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Stand: 23.01.17